Pressestimmen

Musikpädagogik

 

Lübecker Nachrichten vom 5.2.2014
über das Seminar "Didaktik der Komposition".

Neue MusikZeitung 01/2012
Kritik des "Musiklabor Chiffren September-Dezember 2011"

Kieler Nachrichten vom 17.12.2011:
Kritik des "Musiklabor Chiffren September-Dezember 2011"

Hamburger Abendblatt 7.8.09
Die Youngster des Abends überzeugten vor allem durch einen offenen, sinnlichen Zugang zu Klängen: Mit viel Fantasie erkundete Stefan Günther (13) in „Die Antike“ die Möglichkeiten im Innern des Klaviers. Und Bruno Torres-Suñen (17) bewies in „ausklingen“ einen feinen Sinn für harmonische Farben, sowie die Fähigkeit, idiomatisch für das Saxofon zu komponieren. Schwer an der last seines Kunstanspruchs trug dagegen das ambitionierte „Ich bin ein Limes gegen Nichts“ des Dichterkomponisten Johann Walther Seidensticker (19).

„Jugend komponiert: Klingende Cartoons vom Lande der Pyramiden“ DIE WELT, 7.8.09
Kürzlich präsentierte die Gruppe ensemble Intégrales um den komponierenden Saxophonisten Burkhard Friedrich und die Geigerin Barbara Lüneburg im Radio neue Töne... Unter dem Motto „Neues (aus) Deutschland“ nutzten sie nun die „Anbruch“-Schiene des Schleswig-Holstein-Musikfestivals, um die Hamburger das Staunen über die komponierenden Youngstars unter ihren Youngsters zu lehren. Zwar ist die hiesige Jugendmusikschule als Brutstätte hoffnungsvoller Interpreten weithin bekannt. Dass Burkhard Friedrich dort einen Hort junger Musikerfinder unterhält, einen Zubringer für die Kompositionsklassen der Hochschule – das freilich ahnten bisher nur wenige. Darum tut „das neue werk“ des NDR gut daran, seine Hörer in den Kammerspielen einige Früchte dieser musikpädagogischen Bodenkultur kosten zu lassen. Wie Ikarus schwingt sich Stefan Günther (*1996) tönend über Kontinente und Äonen. ...eine Sequenz geräuschmalender Minuten-Cartoons, hervorgebracht auf Violin- und Flügelsaiten nebst Klarinette. In der Beschränkung auf das bloße Ausklingen geblasener und (an)geschlagener Töne wie bei Bruno Torres-Suñen (*1992) oder die Vertonung eigener Text-Experimente, inspiriert von Schönbergs Melodramenzyklus „Pierrot Lunaire“, bei Johann Walther Seidensticker (*1990) zeigten sich Friedrichs Schüler auf dem Weg zum Parnass.

 

Komposition

Bericht des Deutschlandfunks am 13.2.2012
zu "The musicbox-project III" im Rahmen des Festivals "Chiffren-Kieler Tage für neue Musik"

Positionen 01/12
Als Gegenmittel zu eindimensionaler Sakralaura kommt Burkhard Friedrichs Città utopica wie gerufen. Der 1962 geborene Berliner hat sich in seiner Klanginstallation für E­Gitarre, Kontrabass und elektronische Zuspielung durch die nächtliche Beleuchtung einer österreichischen Raffinerie inspirieren lassen. Er versteht das funktionale Geflecht der Beleuchtungslinien als Teil eines utopischen Lichtparks und liefert dazu in Form eines stetigen Klangbandes einen in sich stimmigen 54-minütigen Soundtrack. Dieser ist faszinierend zu hören, auch wenn der Terminus Soundtrack darauf verweist, dass zur Tonspur eigentlich die visuelle Schicht gehört. Wer’s ausprobieren will, vergewissere sich auf www.hoerbst.com/pro­jekte, wie Burkhard Friedrichs Tonspur mit den Bildsequenzen des Fotografen Kurt Hoerbst zu einer spektakulären Vision verschmilzt. Dieser Hinweis soll nicht die musikalische Substanz des Soundtracks schmälern, wohl aber ein Fenster zu dem noch reichhaltigeren Gesamtkunstwerk öffnen.

CD -Città Utopica - Label Ahornfelder AH22
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26.6.2011/’Bad Alchemy’
Bei Città Utopica (AH22) geht es nicht, zumindest nicht vordergründig, um Kritik an den Sudan- oder Irangeschäften des österreichischen Mineralöl-, Erdgas- und Chemiemultis OVM. Der Berliner Komponist BURKHARD FRIEDRICH ließ sich lediglich durch die Lichter der Raffinerie in Schwechat zu einer urbanen Sonic Fiction anregen, die er mit dem Videokünstler Kurt Hörbst realisierte. Friedrich, Jahrgang 1962, hat sich einen Namen gemacht vor allem mit multimedialen Arbeiten wie Lancelots Spiegel (2003), Imitation of life (2005) und Galaxy Hotel (2009), denen Motive von Bret Easton Ellis & David Lynch bzw. Haruki Murakami zugrunde liegen. Imitation of life entstand in Zusammenarbeit mit Felix Kubin, ebenso das Raumklang-Projekt Echohaus (2010). Friedrich realisiert seine Arbeiten meist mit dem von ihm und der Geigerin Barbara Lüneburg gegründeten Ensemble Intégrales, und auch hier - wir hören einen Mitschnitt der Uraufführung 2010 im Rahmen von WIEN MODERN - ist mit dem Kontrabassisten John Eckhardt ein Ensemblemitglied am Werk zusammen mit Adrian Pereyra an der E-Gitarre und Jürgen Hall, ja, dem auch als Gunter Adler und mit Augsburger Tafelconfect bekannten Jürgen Hall, als dem Sounddesigner vom Dienst. Der elektronische Eindruck dominiert bei diesem elektroakustischen Soundscape. Als ein tag- & nächtliches industriales Rauschen und Brodeln, in dem flatternde Saiten mitschwingen. Spitze Signale irrlichtern aleatorisch, repetitiv, kaskadierend, Wind faucht um die Stahl- und Betontürme. Der Lichterrausch signalisiert: Wir tun was, wir pumpen Wärme und Licht durch die Lebensadern der modernen Welt. Friedrich vergleicht die Industrielandschaft mit einem Vergnügungspark für die Sinne. Jesses, und demnächst freuen wir uns, wenn's die Atemluft günstig bei ALDI gibt?"